Wie in einem Märchen #2

Die Magie ist tot #2

Folge 1 lesen

Njall sandte bald eine Truppe zur Suche nach Lioval, der oft in der Stadt Faud zu sehen war. Der Kapitän der Truppe war ein junger Mann, der sogenannte Thorleiff, der aus Faud gekommen war, und der die Region gut kannte.

Sie reisten nach Osten in der Richtung der Bergmauer und am Rand des Berges fuhren sie Nord weiter nach der kleinen Stadt von Fuire. Die Reise dauerte drei Tage, sogar sie sich kaum aufgehört haben. Nur in Fuire hatten sie eine angenehme Nacht verbracht und morgens früh waren sie wieder auf den Pferden gestiegen, um Faud vor der Nacht zu erreichen.

Thorleiff war gespannt in Faud anzukommen. Zu wenig kam er zurück in der Heimat und er vermisste die Stadt sehr. Faud war ein verlorenes Loch am Rande der Welt, aber dort wohnten noch seine Eltern und seinen besten Freund Bjarni, der Lehrling des Schmieds war. Die kleinen Städte hatten keine Herberge, die Soldaten schliefen privat in den Scheunen der Einwohner. Thorleiff hatte seine Familie nicht benachrichtigt: Er wollte seine Mutter überraschen. Am Eingang der Stadt stand die Werkstatt des Schmieds und er sah Bjarni, der arbeitete auf eine Platte. Der Schmied hörte auf, um die Stirn wegzuwischen und sah seinen alten Freund vom Pferd absteigen. Die beiden Freunde umarmten sich feierlich, der eine schweißnass und der andere mit Staub der Reise bedeckt.

„Willkommen zu Hause“, sagte Bjarni. „Dein Vater hat nicht gesagt, dass du zurückkommst.“

„Er wusste es nicht“, antwortete Thorleiff. „Ich habe eine Eskorte Aufgabe.“

„Deshalb die Gesellschaft“, scherzte der Freund. „Ich habe gedacht, du hättest inzwischen ein Prinz geworden, der sein Hof überall mitnimmt.“ Thorleiff gab ihm einen Schlag in den Rippen.

„Männer! Wir übernachten hier. Morgen finden wir unser Gast. Gute Nacht“, schrie der Kapitän. „Komm mit mir nach Hause und bleib beim Essen“, sagte er schließlich zu Bjarni.

„Sven!“, schrie der Junge. „Ich geh‘ weg! Komme morgen früh wieder!“

„Alles gut. Hallo Thorleiff. Deine Mutter hat dich vermisst“, grüßt der alte Schmied den Kapitän, den er als kleinen Junge gekannt hat.

Und die beiden jungen Männer gingen dann zu Fuß nach dem Haus des Holmgeirs und seiner Frau Alrun. Thorleiff’s Mutter war draußen abwaschen, als sie ihr Sohn sah. Sie rief ihr Mann, der schnell genug aus dem Haus war, um sein Sohn zu empfangen und umarmen.

Am Ende des feierlichen Essens fragte Thorleiff nach dem Zauberer Lioval. Er kannte den Mann nicht, weil Lioval lange geheim im Wald geworden war und als er Junge war, hatte Thorleiff keinen Kontakt mit ihm. Er war auch sehr jung nach Raumauer gefahren, um Soldat zu werden. Seit ein paar Jahren war der Zauberer mehr in Faud zu sehen. Er war auch den Einwohnern behilflich. Genau sollte er morgen in die Stadt kommen, weil es am folgenden Tag Markttag war. Guter Zufall: Der Kapitän sollte nicht lang den Mann suchen. Aber wurde er gerne mit ihm zurück nach Raumauer? Bjarni hatte für Lioval ein paar Messer, Dolche und Werkzeuge gearbeitet. Er beschrieb den Mann so alt wie den Eltern, immer höflich aber mit glänzenden Augen, die nicht verbergen, dass er sehr klug war. Bjarni hatte mehr mit seinem Lehrling Asketill zu tun. Der Junge wohnte nicht gerne weit weg von der Zivilisation und machte regelmäßig Hin- und Rückreise zwischen Faud und Lioval’s Hütte. Thorleiff’s Eltern bestätigten Bjarni’s Erklärungen: Lioval war ein netter Mann, er behandelte Menschen und Tiere hier in Faud aber sogar bis Fuire. Was er von dem König dachte und wenn er gerne nach Raumauer reisen würde, hatten sie aber auch keine Ahnung.

Spät in der Nacht melde sich Bjarni ab. Thorleiff sollte nicht lang warten, bis er der Zauberer kennenlernen wurde.

 

Folge 3 lesen

 

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