Wie in einem Märchen #3

Die Magie ist tot #3

Folge 2 lesen

Am Morgen war die Sonne kalt wie immer in dieser Gegend. Doch war die Stimmung hoch für den Markt, weil es immer besser war als der gewöhnliche Nebel, die aus den Bergen hinunterkam.

Einmal im Monat war Faud voll von Menschen. Der Markt zog Menschen aus Fuire und den Berg- und Waldgegenden an, und Händler aus Rac, die näherte Stadt an der Grenze in der Tal Vec. Händler aus Rac brachten Produkte aus Vec und aus den weiten Ländern auf der anderen Seite des Meers, die sie in Niederhafen gekauft haben und die hier am Ende der Welt so selten waren. Raumauer war die Hauptstadt und Thorleiff kannte diesen Mangel nicht mehr. Händler aus Reuville – die einzige andere Stadt des Landes, die den Mangel nicht kannte, weil sie das Hafen des Königreichs war und dort sollten alle Schiffe durch, die mit den südlichen Ländern handeln wollten – und aus Niederhafen. Händler aus Königsburgen und Flachsburg kamen manchmal, um ihre Luxusprodukte in der Hauptstadt zu verkaufen. Aber in Faud kamen sie nie.

Bjarni war in Gespräch mit dem Meister Schmied Sven und ein Handler, der sie wahrscheinlich Luxus-Rohstoffe verkaufte. Die Bergen waren voll von Metall aber wertvolle Legierungen waren nicht in der Bergmauer zu finden, und kaum Edelmetall. Die Schmiede haben Ehre und verkaufen keine Scheiße: Die Einwohner der Gegend verdienten auch Qualität und Schönheit der Produkte.

Thorleiff lief den Marktplatz mit seinem Vater durch, während die Mutter einkaufte. Irgendwann kam Alrun zurück zu ihnen und zeigte ihrem Sohn, dass der Lioval mit seinem Lehrling Asketill auf dem Platz ankam. Der Junge nahm fast seinen eigenen Weg und der Magier fand sich dann allein, um seine Heilkräuterladen, Lebensmittel oder so was zu suchen. Der Kapitän verlor keine Zeit und ging direkt nach ihm.

„Guten Morgen, Meister Lioval“, sagte Thorleiff.

„Guten Morgen, Kapitän“, antwortete Lioval, der seine Dienstgrade kannte. „Was bringt Ihnen hier so weit von der Hauptstadt? Und was kann ich für Sie tun?“ Er wusste, dass die Soldaten kaum so weit in den Ländern kamen. Das Land war unwirtlich aber nicht gefährlich, wenn man die Gefahr nicht suchte.

„Ich will Ihnen nicht jetzt stören, Meister, als Sie wahrscheinlich wichtige Einkaufen machen“, begann der junge Mann, „Aber unser König, der Njall, braucht Ihre Beratung. Er hat mich mit einer Eskorte gesendet, um Sie nach Raumauer zu begleiten.“

„Ich verstehe, dann wurde ich einberuft“, stellte Lioval fest. Thorleiff wollte erwidern, dass der Zauberer sich respektvoller gegen den König zeigen, aber der Magier ließ ihm keine Zeit dazu. Und hinzufügte: „Na dann? Wann reisen wir nach der Burg?“

Thorleiff konnte seine Überraschung schwer verbergen, dass der Zauberer so einfach zu überzeugen war. Es war ja eine Einberufung des Königs, die kein Nein als Antwort akzeptiert hätte. Der Kapitän hätte aber gedacht, dass ein Zauberer mit dem Talent und der Ruf des Liovals Stolz hätte, und die Macht des Königs geprüft hätte. Fast antwortete er aber:

„Sobald Sie bereit sind. Die Reise ist lang, wie Sie wissen. Und der König ist nicht ein Mann, der das Warten genieß.“

„Nein, vermutlich nicht“, zustimmte der Magier mit einem Lächeln. Thorleiff fragte sich, wie der König die mit Höflichkeit bedeckte Frechheit des Zauberers nehmen würde. Lioval hinzufügte:

„Lassen Sie mich bitte noch ein paar Sachen sammeln. Wenn der König nicht den Grund der Einladung mitgeteilt hat, brauche ich kein Zeug von meinem Labor. Ich werde meine Sachen meinem Junge geben, der hier bleiben kann. Ich vermute, wenn ich Produkte für meine Kunst in der Hauptstadt brauche, wird der König mich versorgen?“

„Wahrscheinlich. Ich rufe meine Männer. Wir können in einer Stunde weg“, schloß Thorleiff ab.

„Bis dann, Kapitän“, endete höflich Lioval, und er kam zu seinen kleinen Sachen zurück.

Die Eskorte war in fünfzehn Minuten fertig. Thorleiff bereite auch ein Pferd für Lioval, der zu Fuß gekommen war, hatte er gesehen.

Asketill war gespannt nach Raumauer zu gehen, aber seine Aufregung fiel sofort, als Lioval ihn befiel im Wald zu bleiben.

„Was? Warum darf ich nicht kommen?“ sagte der Junge.

„Der König hat mich gerufen. Du nicht. Ich will, dass du deine Lehre weitermachst. Die Harpyien werden dich helfen“, erklärte der Meister. „Wer weiß, was Njall von mir will und wie lange ich dort bleiben werde. Du kannst diese Zeit nicht verloren. Dort kann ich mich nicht um dich kümmern.“

„Ich kann auf mich kümmern!“ schrie fast Asketill, genervt.

„Du weißt, was ich meine. Mach nicht das Kind, und bringt das nach Hause mit. Der Stoff und das rote Wasser sind für Valaraukar.“

Asketill nahm das Paket wütend und ging nach Hause, in die kleine Hütte im Wald. Lioval seufzte und traf den jungen Kapitän und seine Eskorte, um seine lange Reise zu beginnen. Wenn sie aus dem Dorf gingen, grüßten Bjarni und Thorleiffs Eltern sie. Der Magier kannte Holmgeir und Alrun, aber er hatte vergessen, dass ihr Sohn Soldat in Raumauer wurde. Der junge Mann war vielleicht nicht so schlecht wie er dachte.

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