Wie in einem Märchen #4

Die Magie ist tot #4

Folge 3 lesen

Die Eskorte machte den Weg reibungslos zurück, diesmal mit Lioval. Der Zauberer machte keine Schwierigkeiten und ertrug die Reise gut. Es war komisch für Lioval den Toren der Stadt zu passen. Er hatte so lange Zeit keine Großstadt besucht, so war das Leben, das er gewählt hatte: Nachsinnen und Suche. Und das konnte er nur in den Wäldern, mit magischen Wesen herum. Der Todensee war das beste Ort dafür, deshalb hatten die Harpyien Melianne, Aiwendil und Valaraukar den See auch gewählt. Dort spürt man kaum die Magie selbst.

Die Straßen waren schwarz. Schwarz wegen den Steinen aber auch schwarz von Menschen. Lioval wurde kaum platzängstlich davon. Die Burg war in der Stadtmitte auf einem Hügel und ragte in die ganze Stadt und seine Umgebung hinein. Alles hier war Macht und Stärke und Härte. Sie gingen über die armen Viertel, aber weiter zur Mitte fuhren sie, wo reicher die Menschen aussahen. Bald erreichten sie die Burg.

Njall sah das Einkommen seiner Eskorte im Hof hinunter. Er war gespannt den Mann kennenzulernen, aber so aufgeregt konnte ein König nicht aussehen. Insbesondere der König der ganzen gekannten Welt. Der Zauberer wurde auf ihn warten.

Thorleiff, Lioval und die anderen Soldaten stiegen aus. Ein Diener war da, um den Zauberer zu begrüßen und nach seinem Appartement zu führen. Der Kapitän verabschiedete sich vom Zauberer und ging direkt nach dem König, um ihm Bescheid zu sagen, dass Lioval hier sei und um sein Bericht zu machen.

Lioval folgte den jungen Diener. Er konnte nur die Ausstattung des Schlosses bewundern: Licht, Bilder, Teppichweben… Großartig. Der König war ein interessanter Mann. Der Magier hat immer gedacht, man kennt ein König nach seiner Stadt und nach seiner Burg. Aber beide waren so unterschiedlich. Die Stadt war wie gesagt ein Spiegel der Macht, sogar der Angst, und die Burg reflektierte das Feines, Liebe der Kunst aber auch Ehrgeiz. Lioval bedauerte nicht hierher kommen zu haben. Das Appartement war auch sehr schön arrangiert und angenehm. Der Diener stellte ihm vor, ein Bad zu nehmen. Was Lioval akzeptierte.

Njall empfing sein Kapitän. Thorleiff berichtete: Der Zauberer hatte die Einladung des Königs gleich akzeptiert und sie haben auf dem Weg hin noch zurück kein Problem getroffen. Dann verabschiedete sich der Kapitän. Njall seufzte zufrieden. Er war wirklich gespannt. Es gab aber keine Eile. Der König ging das gewöhnliche Geschäft zurück.

Nach seinem Bad wartete Lioval einen langen Moment. Schließlich rief er einen Diener und fragte ihn nach den Absichten des Königs bezüglich seines Aufenhalts. Der Diener ging nach Nachrichten und, als er zurückkam, sagte dem Magier, dass der König um Entschuldigung bat, aber er war sehr beschäftigt und konnte seinen Gast nicht empfangen. Der Magier konnte dem Diener bitten, für alles, was er brauchte, und war frei im Schloss zu spazieren. Danach er gefragt hatte, ob der Magier noch etwas brauchte, verabschiedete er sich.

Lioval hätte das sehen kommen können: Machtspiel. So kindisch. Es sagte aber nichts Gutes von dem Grund voraus, warum er dort gekommen war. Njall war ein vielfältiger, ehrgeiziger Mann. Der Magier hatte keine Lust sein Königsspiel zu spielen… Er hatte jetzt aber keine Wahl mehr.

 

Folge 5 lesen

Advertisements

2 thoughts on “Wie in einem Märchen #4

Leave a Comment

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s