Wie in einem Märchen #6

Die Magie ist tot #6

Folge 5 lesen

Lioval blieb ein Moment, ohne etwas zu sagen. Hätte er dies nicht kommen sehen? Glaubte er wirklich, dass er schwarze Magie lernen konnte und dass niemand anderes wurde sich daran interessieren? Dass er nur das Gute mit seiner Gabe tun würde? Weit weg im Wald hatte er beinahe die Welt vergessen… Aber die Welt hatte ihm wahrscheinlich nicht vergessen.

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Wie in einem Märchen #5

Die Magie ist tot #5

Folge 4 lesen

Eine Woche lang wartete Lioval, ohne ein Wort des Königs zu hören. Der Magier konnte kaum seine Wut unterdrücken, aber das Spiel hatte er beschlossen, nicht zu spielen. Der König Njall wollte wissen, welchen Mann er vor Ihm hatte. Lioval wurde die Weisheit und die Geduld verkörpern. Der König würde ihm aus der Hand fressen, das heißt, er würde dem Magier mit seinem Leben vertrauen.

Njall beobachtete den Zauberer von seinen Appartements. Er sah ihm in den inneren Garten spazieren, mit den Dienern und mit den Soldaten diskutieren… um die Einsamkeit zu verhindern. Lioval begann sogar in der Stadt zu gehen… Njall hatte daran gedacht, Thorleiff zu seinem Dienst zu lassen, aber es hätte zu viele Interesse seinerseits gezeigt. Und welcher Zauberer wäre er, wenn er nicht auf sich selbst aufpassen konnte? Schließlich beschloss der König, den Lioval am Mittagessen an seinem Tisch einzuladen.

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Wie in einem Märchen #4

Die Magie ist tot #4

Folge 3 lesen

Die Eskorte machte den Weg reibungslos zurück, diesmal mit Lioval. Der Zauberer machte keine Schwierigkeiten und ertrug die Reise gut. Es war komisch für Lioval den Toren der Stadt zu passen. Er hatte so lange Zeit keine Großstadt besucht, so war das Leben, das er gewählt hatte: Nachsinnen und Suche. Und das konnte er nur in den Wäldern, mit magischen Wesen herum. Der Todensee war das beste Ort dafür, deshalb hatten die Harpyien Melianne, Aiwendil und Valaraukar den See auch gewählt. Dort spürt man kaum die Magie selbst.

Die Straßen waren schwarz. Schwarz wegen den Steinen aber auch schwarz von Menschen. Lioval wurde kaum platzängstlich davon. Die Burg war in der Stadtmitte auf einem Hügel und ragte in die ganze Stadt und seine Umgebung hinein. Alles hier war Macht und Stärke und Härte. Sie gingen über die armen Viertel, aber weiter zur Mitte fuhren sie, wo reicher die Menschen aussahen. Bald erreichten sie die Burg.

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Wie in einem Märchen #3

Die Magie ist tot #3

Folge 2 lesen

Am Morgen war die Sonne kalt wie immer in dieser Gegend. Doch war die Stimmung hoch für den Markt, weil es immer besser war als der gewöhnliche Nebel, die aus den Bergen hinunterkam.

Einmal im Monat war Faud voll von Menschen. Der Markt zog Menschen aus Fuire und den Berg- und Waldgegenden an, und Händler aus Rac, die näherte Stadt an der Grenze in der Tal Vec. Händler aus Rac brachten Produkte aus Vec und aus den weiten Ländern auf der anderen Seite des Meers, die sie in Niederhafen gekauft haben und die hier am Ende der Welt so selten waren. Raumauer war die Hauptstadt und Thorleiff kannte diesen Mangel nicht mehr. Händler aus Reuville – die einzige andere Stadt des Landes, die den Mangel nicht kannte, weil sie das Hafen des Königreichs war und dort sollten alle Schiffe durch, die mit den südlichen Ländern handeln wollten – und aus Niederhafen. Händler aus Königsburgen und Flachsburg kamen manchmal, um ihre Luxusprodukte in der Hauptstadt zu verkaufen. Aber in Faud kamen sie nie.

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Wie in einem Märchen #2

Die Magie ist tot #2

Folge 1 lesen

Njall sandte bald eine Truppe zur Suche nach Lioval, der oft in der Stadt Faud zu sehen war. Der Kapitän der Truppe war ein junger Mann, der sogenannte Thorleiff, der aus Faud gekommen war, und der die Region gut kannte.

Sie reisten nach Osten in der Richtung der Bergmauer und am Rand des Berges fuhren sie Nord weiter nach der kleinen Stadt von Fuire. Die Reise dauerte drei Tage, sogar sie sich kaum aufgehört haben. Nur in Fuire hatten sie eine angenehme Nacht verbracht und morgens früh waren sie wieder auf den Pferden gestiegen, um Faud vor der Nacht zu erreichen.

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Wie in einem Märchen #1

Die Magie ist tot #1

Es war einmal das goldene Zeit der Magie in einem sehr weiten Königreich in einer sehr weiten Zeit. Sie werden sagen: „Warte mal. Der Titel der Geschichte heißt „die Magie ist tot“, wieso ist es nun die goldene Periode?“ Na ja, wenn man den Höhepunkt von etwas erreicht hat, soll es dann runtergehen. Und für die Magie in diesem Land war es genau den Moment, wann alles schiefgegangen ist, wegen der fixen Idee eines verrückten Königs, der die Magie nicht verstand und davor Angst hatte, der von seiner Suche nach Macht blind und taub geworden ist zu alles und alle, die seiner Meinung nicht entsprachen.

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